Warum es sinnvoll ist, Ressourceneffizienz zu steigern

 

Die Wettbewerbsnachteile, die durch eine ineffiziente Ressourcennutzung entstehen, gefährden die Entwicklung von Unternehmen und damit auch Arbeitsplätze. Umweltbelastungen durch die Entnahme und Nutzung der Ressourcen, die damit verbundenen Emissionen und auch die Entsorgung von Abfällen führen außerdem direkt zu ökologischen und in der Folge auch zu sozialen und ökonomischen Problemen.

Natürliche Ressourcen sind Grundlage aller wirtschaftlichen Aktivitäten. Wohlfahrtssteigerungen können durch eine optimale und effiziente Nutzung der Ressourcen und der Nutzung nachwachsender Rohstoffe erzielt werden. Darüber hinaus führt ein Anstieg der Ressourceneffizienz zu einer Reduktion von Umweltbelastungen, da insgesamt lebenszyklusweit weniger Ressourcen entnommen, bewegt, umgewandelt und verwertet werden müssen. Kaum zu unterschätzen sind auch die Vorteile für die Versorgungssicherheit, die aus einer höheren Ressourceneffizienz resultieren. Angesichts wachsender internationaler Spannungen ist dies auch ein Beitrag zur internationalen Sicherheitspolitik.

Das anhaltende Wachstum der Weltbevölkerung, die Steigerung der weltweiten Produktion und Preissteigerungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten erhöhen den langfristigen Anpassungsdruck. Die Steigerung der Ressourceneffizienz ist eine wesentliche Antwort darauf (vgl. BMU 2007).

 

Ressourceneffizienzsteigerungen konkret umsetzten heißt:
  • Produktionsprozesse zu optimieren
  • innovative energie- und materialsparende Technologien einzusetzen
  • neue umweltfreundliche Technologien zu entwickeln
  • das Produktdesign lebenszyklusweit ressourceneffizient anzulegen
  • Qualität zu sichern und Risiken zu minimieren
  • Recyclingpotenziale zu erschließen
  • Arbeitsprozesse und Produktionsabläufe zu verbessern
  • entsprechendes Know-how durch Qualifizierung aufzubauen und
  • in Produkt-Dienstleistungs-Systemen zu denken

Ressourceneffizienzstrategien führen damit zu Innovationen im Prozess- und Produktbereich und zu neuen Märkten mit reduziertem Materialeinsatz. Durch institutionelle Innovationen und kooperatives Handeln können Ressourceneffizienzpotenziale oft schneller und effektiver gehoben werden, da Synergieeffekte erschlossen und Reibungsverluste vermieden werden. Einher gehen müssen damit meist auch organisatorische und soziale Innovationen. Besonders wichtig ist außerdem die unternehmensübergreifende Ressourceneffizienzsteigerung in Wertschöpfungsketten.

 

Zusammenführung verschiedener Akteure im "Netzwerk Ressourceneffizienz"

Hier setzt das "Netzwerk Ressourceneffizienz" an, indem die beteiligten Akteure zusammengeführt und Informationen insbesondere für Unternehmen sowie diejenigen Multiplikatoren bereitgestellt werden, die dazu beitragen können, den Handlungsdruck innerhalb der Wirtschaft zu vermitteln. Die Abbildung verdeutlicht die miteinander verbundenen Akteursgruppen: 

 

Abbildung Akteurspyramide
Quelle: Wuppertal Institut 2008 (nach "The triangle of change" aus: NCC / SDC (2006): I will if you will - Towards sustainable consumption)
Fr, 18.05.2012  08:30 Uhr