Europäische Union
Auf EU-Ebene beschreibt das 2002 angenommene "Sechste Umweltaktionsprogramm" die Prioritäten der EU-Umweltpolitik für einen Zeitraum von zehn Jahren (2002-2012). Im Vordergrund des Programms stehen der Klimaschutz, die Biodiversität, natürliche Ressourcen und die Abfallentsorgung. Die darauf aufbauende "Thematische Strategie für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen" verfolgt eine bessere Ressourceneffizienz und Verringerung der negativen ökologischen Folgen der Ressourcennutzung. ::mehr
In Deutschland entwickelt das Bundesumweltministerium (BMU) derzeit ein mehrjähriges Aktionsprogramm zur Steigerung der Ressourceneffizienz, das die Erreichung der Ziele der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie - eine Verdopplung der Energie- und Rohstoffproduktivität bis 2020 auf der Basis von 1990 bzw. 1994 - sicherstellen soll. ::mehr
Die Umsetzung der Strategie auf Bundesebene wird durch Programme der verschiedenen Ressorts Umwelt, Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt:
Das Bundesumweltministerium (BMU) hat im Jahr 2006 das "Memorandum ökologische Industriepolitik" vorgelegt und damit eine breite Debatte über den Umbau der Industriegesellschaft angestoßen. Mitte August 2008 hat das Ministerium dann ein Diskussionspapier an Umwelt- und Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Forschungseinrichtungen zur Kommentierung verschickt und im Rahmen der dritten Innovationskonferenz im Oktober 2008 in Berlin wurde die weiterentwickelte Version der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Publikation trägt den Titel: "Impulsprogramm Ressourceneffizienz: Innovationen und wirtschaftlicher Modernisierung eine Richtung geben: Policy Paper als Input für die 3. Innovationskonferenz des BMU 'Faktor X: Eine Dritte industrielle Revolution' 22.10.2008 in Berlin". Die Gründung des "Netzwerk Ressourceneffizienz" ist ein wesentliches Instrument der Ressourceneffizienzpolitik.
Im Projekt "Materialeffizienz und Ressourcenschonung" (MaRess) wurde in verschiedenen Arbeitspaketen (AP) außerdem intensiv an einem Policy Mix zur Steigerung der Ressourceneffizienz zur Gestaltung der Rahmenbedingungen (AP 3), unternehmensnahen Politikinstrumenten (AP 4) sowie konsum- und kundennahen Instrumenten (AP 12) gearbeitet. Die Ergebnisse stehen für Sie auf der Projektwebsite zum Download zur Verfügung.
Bundeswirtschaftsministerium (BMWi): Mit dem "Impulsprogramm Materialeffizienz" verfolgt die Bundesregierung seit 2004 das Ziel, "ressourcenleichtes" Wirtschaften im Bereich kleiner und mittelständischer Unternehmen zu unterstützen. Als Teil des Impulsprogramms hat die Deutsche Materialeffizienzagentur ihre Arbeit aufgenommen. Zusätzlich wird bereits seit 2004 einmal im Jahr der Deutsche Materialeffizienzpreis verliehen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Nachhaltigkeitsförderung kontinuierlich zu einer systemisch ausgerichteten Innovationsstrategie entwickelt. Mit interdisziplinärer und transdisziplinärer Forschung koppelt das BMBF technologische Fortschritte mit organisatorischen und gesellschaftlichen Prozessen, forciert den Transfer in die Bildungssysteme und bringt damit die nachhaltige Innovation zur besten Anwendungschance. ::mehr
Auch auf Länderebene haben sich Initiativen etabliert, die zu einer Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch beitragen und dabei die Steigerung der Ressourceneffizienz aktiv vorantreiben. Beispiele sind: Effizienz Agentur NRW, B, Förderverein Kompetenzzentrum Umwelt Augsburg-Schwaben e.V., Integrated Product Policy (IPP) - Initiative Bayern, Modell Hohenlohe - Netzwerk betrieblicher Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften e.V. Das PIUS-Projekt ist eine länderübergreifende Initiative.